Gestaltung der Eingewöhnung

Schon vor der Aufnahme des Kindes in der Einrichtung werden individuelle Elterngespräche geführt, damit sich die Erzieherinnen bereits im Vorfeld ein Bild vom Kind machen können - und selbstverständlich auch das Kind und die Eltern von der KITA. Dies hilft allen Beteiligten, den Einstieg in diesen neuen Lebensabschnitt zu erleichtern. Inhalte dieses Erstgespräches sind die Gewohnheiten, Interessen und Rituale des Kindes, die eigenen Beobachtungen und Erfahrungen der Eltern, die Beurteilung der derzeitigen Entwicklungsschritte und, ob das Kind vorher eine Krippe oder eine Tagesmutter besuchte und wie die Trennung von den Eltern verlaufen ist. Aber auch Fragen zur Sauberkeitsentwicklung, Ess- und Schlafgewohnheiten sowie Gesundheit des Kindes und wie die Erzieherinnen das Kind in der jeweiligen Situation unterstützen können, sind Gegenstände dieses Gesprächs. Schon vor der eigentlichen  Aufnahme bietet die KITA "Eingewöhnungszeiten" an, in denen die Kinder und Eltern vorab die räumlichen Gegebenheiten erkunden und die Erzieherinnen und die anderen Kinder kennenlernen können. Diese Zeiten werden individuell mit den Familien abgesprochen.


Grundsätzlich soll die Eingewöhnung in der KITA wie folgt aussehen: Sie dauert ca. 2 Wochen und wird in 3 Phasen unterteilt:

1. Die ersten Tage besucht das Kind mit einer primären Bezugsperson die KITA. Der Besuch dauert ca. eine Stunde und dient einem ersten Schnuppern und einem regen Informationsaustausch mit der Leitung. Die Bezugsperson bleibt bei diesem ersten Besuch für das Kind immer in Sichtweite und erreichbar.


2. Im Laufe der ersten Woche beginnt die 2. Phase, allerdings dauert diese – je nach Persönlichkeitsstruktur des Kindes – unterschiedlich lange. Die Bezugsperson entfernt sich nach ca. gemeinsamen 20 Minuten aus dem Sichtfeld des Kindes und lässt es für ca. 30 Minuten alleine in der KITA – selbstverständlich nach Absprache mit dem Kind (allenfalls muss hier noch der Schritt „eingeschoben“ werden, dass die Bezugsperson zwar aus dem Sichtfeld entfernt, sich aber in einem anderen Raum in der KITA aufhält – möglicherweise im Gespräch mit der Betreuerin). Wenn sich die Bezugsperson nach einem klar besprochenen Abschied vom Kind aus den Gruppenräumen/der KITA entfernt, reagieren die meisten Kinder verunsichert und beginnen zu weinen. Eine Betreuungsperson der KITA, die das Kind bereits kennt, wendet sich ihm nun vollständig zu und tröstet es. Sollte es nach 5-10 Minuten nicht gelingen, das Kind zu beruhigen, wird die primäre Bezugsperson benachrichtigt und kommt zurück in die KITA. Lässt sich das Kind allerdings beruhigen, bleibt es eine halbe Stunde alleine in der KITA. Diese Termine werden solange durchgeführt (in ihrer Dauer etc. angepasst), bis sich das Kind vom Personal beruhigen lässt und alleine in der KITA bleiben kann.


3. Das Kind bleibt nun bereits einen halben Tag alleine in der KITA und nimmt an den gemeinsamen Unternehmungen teil – Mittagessen, Mittagsruhe und nachmittägliche gemeinsame Ausflüge.


Er Austausch über den Verlauf der Eingewöhnung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern ist gewünscht und nimmt einen wichtigen Punkt in der Elternarbeit und Eingewöhnungszeit ein. Die Eltern sollen sich akzeptiert und ernst genommen fühlen und Unterstützung und Hilfe im pädagogischen Alltag finden. Dass sich die Eltern wohl fühlen und den Erzieherinnen Vertrauen entgegenbringen können, ist Voraussetzung dafür, dass sich auch das Kind wohl fühlt und sich gut einleben kann.